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Schwere Spiele am aussterben?


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17 replies to this topic

Poll: Sollen Spiele wieder kniffeliger werden? (6 member(s) have cast votes)

Sollen Spiele wieder kniffeliger werden?

  1. Ja, ich möchte eine Herausforderung. (5 votes [83.33%])

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  2. Nein, ich bin froh wenn es simpel gestaltet ist. (0 votes [0.00%])

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  3. Ist ok wie es ist, sollte weder schwieriger noch leichter werden. (1 votes [16.67%])

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#1 Lukio

Lukio

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Posted 10 April 2012 - 01:40 PM

Der Trend geht immer mehr dazu über den Spieler an die Hand zu nehmen und genau zu sagen was er wann zu tun hat. Sogenannte Quick Time Events (QTEs? "Drücke jetzt A um Superschlag XY auszuführen", ständige hinweise wenn man Gegenstand XY aufgehoben hat sowie tonnenweise unsichtbare Wände um auf jeden Fall zu verhindern dass der Spiele für 10c nachdenkt und vielleicht einen anderen Lösungsansatz bevorzugt als derjenige den die Spieleentwickler vorgesehen haben. Das alles geht mir langsam wirklich auf den Senkel. Klar es gibt einige Indie Spiele wo das nicht der Fall ist, aber die große Masse an AAA Spielen von großen Publishern sowie MMMOs gehen immer mehr in die Richtung.

Mir fehlen folgende Faktoren:
- Unsicherheiten
- Tatsächliche Auswirkung von Handlungen
- Mindestens 2 oder 3 verschiedene Lösungswege bei einem Boss oder Scenario
- Keine "milden" Nachteile wenn man wirklich mist baut

Was denkt ihr dazu? Diese ganze vernoobifizierung von Spielen führt irgendwie immer weiter "bergab" jedes mal werden stimmen laut "es ist zu schwer" auch wenn es noch einfacher war wie beim Vorgänger.

Edit: anhand von Michaels post mal angepasst, recht hat er natürlich.
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#2 bitComposer_Michael

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Posted 10 April 2012 - 01:59 PM

Naja, Casualisierung ist das per Definition nicht. Das gebe ich hier mal zu bedenken. Ein Bejeewled Blitz (oder wie es heißt) ist ein Casual Game. Ein... hm... sagen wir mal Assassin's Creed, Call of Duty, DiRT, Dead Space, Saint's Row, GTA oder Bioshock (jetzt habe ich glaube ich die "großen Publisher" abgedeckt) sind weit von der Definition von Casual entfernt. Massenmarkttauglicher wäre der bessere Begriff. Nur weil etwas nicht schwer ist, ist es kein Casual Game, mehr ein Spiel, was unterhalten und nicht zwangsläufig bis aufs Blut fördern möchte.

Derweil bevor jetzt jemand versucht zu rufen, dass das die Schuld der Konsolen ist: Schaut euch mal Dark Souls und Demon's Soul an. Nur als Tipp.

(Dies ist ein völlig wertefreier Post. Ich beziehe keine Stellung zu dem, was ich für mich bevorzuge.)
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#3 BGratz77

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Posted 10 April 2012 - 03:45 PM

Sehe ich ähnlich.
leider habe ich gerade das falsche Fenster geschlossen und damit meine sehr umfangreiche Antwort.
Aber ich werde eventuell bei Gelegenheit nochmal eine solche Antwort verfassen.

#4 Maddrax

Maddrax

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Posted 10 April 2012 - 05:20 PM

Ich starte meinen Beitrag mal mit einem Zitat zum Nachdenken:

Jeder leidlich begabte Spieler, er braucht keineswegs hervorragend veranlagt zu sein, kann es zum Meister bringen. Aber das ist ja auch gar nicht nötig! Der richtige Standpunkt ist es, zu seinem Vergnügen zu spielen, und man glaube nicht, daß der Genuß proportional dem Können sei.

Siegbert Tarrasch


Ich bin über "steam" (übrigens weiss ich nicht was so viele Leute gegen steam haben - aber das nur am Rande) auf dieses Spiel gestossen. Kenne also die Vorgänger nicht. Habe mir das Spiel dann trotz der nicht so guten Kritiken in den sogenannten Fachzeitschriften runtergeladen, da ich das Gefühl hatte, dass das Spiel mir gefallen wird.

Und das hat es von Anfang an. Ich bin jetzt beim 3. Durchlauf. Von Anfang an lese ich auch in diesem Forum mit und bin erschrocken, wie ein kleiner Kreis von Spielern - gemessen an den vielen Spielern da draussen, die sich hier nicht zu Wort melden - in diesem Forum das Spiel kritisieren. Einiges davon mag ja berechtigt sein, aber vieles finde ich übertrieben. Der letzte Patch hat schon viele kleine aber feine Verbesserungen gebracht. Am besten gefällt mir das Feuern über die Shift-Taste. Meine Befürchtung ist, dass ein kleiner Kreis von Spielern (allzu viele seit ihr hier ja nicht, die regelmäßig schreiben) einen viel zu großen Einfluss auf die Veränderungen dieses Spieles durch die patches nehmen.

Insofern mein Lob an die Spielemacher für das von Anfang an ziemlich gelungene Spiel und für die bisherigen patches, die nicht allzu tief in das Spiel eingegriffen haben. Ich hoffe ihr bleibt dieser Linie treu.
Was fürchtet ihr dann Herrin? Einen Käfig, hinter Gitter zu bleiben, bis sich Gewohnheit und hohes Alter damit abfinden

#5 BGratz77

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Posted 10 April 2012 - 05:55 PM

Jeder leidlich begabte Spieler, er braucht keineswegs hervorragend veranlagt zu sein, kann es zum Meister bringen. Aber das ist ja auch gar nicht nötig! Der richtige Standpunkt ist es, zu seinem Vergnügen zu spielen, und man glaube nicht, daß der Genuß proportional dem Können sei.
Siegbert Tarrasch


naja das Zitat klingt toll, bis man Siegbert Tarrasch googelt und feststellt das er ein Schachmeister war der 1935 starb.
Damit dürfte klar sein das er sich mit dieser Aussage nicht auf ein Spiel bezogen hat in dem man sich mit einer KI messen muss.
Außerdem hat Schach nur einen Schwierigkeitsgrad, nur der Gegner kann schwieriger sein

Übrigens
"dem Können" ist ungleich "der Herrausforderung"

Meine Befürchtung ist, dass ein kleiner Kreis von Spielern (allzu viele seit ihr hier ja nicht, die regelmäßig schreiben) einen viel zu großen Einfluss auf die Veränderungen dieses Spieles durch die patches nehmen.

Dann versetze dich mal bitte in die Lage der Menschen die mehr erwarten als 2 Knöpfe zur Auswahl, wobei es fast egal ist welchen man davon drückt.
Jagged Alliance war einer der Titel der einen gewissen Anspruch an den Spieler gestellt hat. In Back in Action fallen viele dieser Dinge leider weg. Ich mache es an einem ganz einfachen Beispiel fest.
In den ursprünglichen Teilen konnte man Söldner nur auf Zeit Mieten. Das hieß man musste sich überlegen welche Söldner man mit welchen Skills und Waffen brauchte um welchen Sektor zu erobern. Hatte man den Sektor erobert ließ man die Verträge je nachdem auch auslaufen um dann mit weniger laufenden Kosten erst mal etwas Geld einzusparen.

Es gibt Tausende Spieltitel und nur eine handvoll davon bringt einen gewissen Anspruch mit.
Nun ist die Frage:
Hat der kleine anspruchsvollere Kreis Spieler kein recht auf Spiele die seinen Wünschen entsprechen ?
oder
Müssen die wenigen sich der Masse anpassen weil die Masse nun mal recht hat und "Widerstand eh Zwecklos ist" gegen die Assimilation.
Letztendlich war Jagged Alliance ein Spiel der anspruchsvolleren Spieler, und es wäre schön wenn Jagged Alliance 4 mehr mit Jagged Alliance 2 zu tun hätte als mit Moorhuhn.

#6 bitComposer_Michael

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Posted 11 April 2012 - 08:40 AM

Meine Befürchtung ist, dass ein kleiner Kreis von Spielern (allzu viele seit ihr hier ja nicht, die regelmäßig schreiben) einen viel zu großen Einfluss auf die Veränderungen dieses Spieles durch die patches nehmen.

Keine Angst, wir differenzieren da schon ziemlich stark aus. Denn du hast es mit deiner zuvor getroffenen Aussage schon recht treffend formuliert (etwas, das ich schon einmal erwähnt hatte): Die Mehrheit ist nicht, wer am lautesten Ruft. Aber auch Minderheiten darf man einen gewissen Zuspruch bieten - gerne auch optional.

(Wobei das Topic da ja am abdriften ist. Geht ja mehr um schwere vs. leichte Spiele im Allgemeinen)
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#7 Lukio

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Posted 11 April 2012 - 12:09 PM

Jo es geht hier eigentlich nicht um JA BIA, sondern allgemein. Wenn ich Mist baue will ich bestraft werden! Dieses blöde "unsichtbare leiten und an der Hand nehmen" ist was mir oft dann das Spielerlebnis versaut. Wenn einem alles aufgedröselt wird und wenn man sich mal nach Links bewegt statt wie es dick auf dem Bildschirm steht ("GO RIGHT") - pronto trifft man auf eine unsichtbare Wand. Es nervt und es ist eine immer gängigere Methode der Spieleentwickler zu versichern dass der Spieler das Spiel exakt so durchexerziert wie es die Gamedesigner/Storyliner vorgesehen haben.

Auf gut Deutsch wünsche ich mir wieder mehr "Knackigkeit".
"Für die ist die Eieruhr abgelaufen" ~ IMP Unknown Soldier.

#8 BGratz77

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Posted 11 April 2012 - 12:28 PM

Jo es geht hier eigentlich nicht um JA BIA, sondern allgemein. Wenn ich Mist baue will ich bestraft werden! Dieses blöde "unsichtbare leiten und an der Hand nehmen" ist was mir oft dann das Spielerlebnis versaut. Wenn einem alles aufgedröselt wird und wenn man sich mal nach Links bewegt statt wie es dick auf dem Bildschirm steht ("GO RIGHT") - pronto trifft man auf eine unsichtbare Wand. Es nervt und es ist eine immer gängigere Methode der Spieleentwickler zu versichern dass der Spieler das Spiel exakt so durchexerziert wie es die Gamedesigner/Storyliner vorgesehen haben.

Auf gut Deutsch wünsche ich mir wieder mehr "Knackigkeit".



Ohh ja, ganz toll wenn da Ereignisse gescriptet sind und verbündete Sterben weil es das Script so vorgesehen hat.
Vielleicht ist "Schwere Spiele" nicht die ganz richtige Definition.
Das was ich mir von Spielen wünsche ist.
Komplexität (Handelssimulation, Strategie, Taktik, Story, usw.)
Durch das verbinden der einzelnen Spielelemente wird das Spiel insgesamt interessanter.

Strategie, Sprich wenn ich in eine Höhle aufbreche dann darf gerne Vorausgesetzt werden das ich ein Seil mitnehme oder eine Spitzhacke , nehme ich kein passendes Werkzeug mit Sterben meine Leute halt (bzw kommen nicht mehr raus). In Bia hätte ich es z.B gerne gesehen das die Söldner Nahrung zu sich nehmen müssen (Items sind ja vorhanden). Dadurch wäre viel mehr Spieltiefe entstanden. Sprich man müsste sich gut überlegen wie viel Getränke man mit nimmt, wie viel Essen, das braucht Tragegewicht, ist aber unverzichtbar. Hungern und Dursten die Söldner sinkt die Moral und letztendlich Schwächeln die Söldner und sterben. dadurch würde auch Automatisch die Gamebalance wieder anspruchsvoller, denn muss man eine Zweitwaffe Tragen ?, Muss man die Schwere Schutzweste Tragen ?
Nimmt man lieber die leichte 5,56er Munition oder die bessere aber schwerere 7,62er Munition ?

Usw.

Ich werde irgendwann mal meine Ausarbeitung Posten (An der ich noch arbeite)
Aber für so ein Forum ist das Thema eh zu komplex. Letztendlich entscheiden ja leider die Verkaufszahlen (was kein Vorwurf an die Entwickler ist)
Und die hängen ja leider von der Verblendeten Masse ab.

#9 bitComposer_Michael

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Posted 11 April 2012 - 12:35 PM

Aber für so ein Forum ist das Thema eh zu komplex. Letztendlich entscheiden ja leider die Verkaufszahlen (was kein Vorwurf an die Entwickler ist)

Das ist ein Fakt den ich so unterschreiben kann (gänzlich unabhängig von Jagged Alliance oder bitComposer). Ich kenne keine Firma, welche Spiele einfach just for fun entwickelt. Hart aber wahr.

Und die hängen ja leider von der Verblendeten Masse ab.

Die Aussage kann ich dagegen so nicht unterschreiben. Die Aussage kann man de facto auch umdrehen und von der verblendeten Minderheit sprechen, welche insgeheim hofft, doch die Mehrheit zu sein. (Hier gilt wie zuvor: Dies ist eine völlig wertefreie Aussage. Lediglich ein Punkt, über den es sich meiner Meinung nach nachzudenken lohnt)
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#10 BGratz77

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Posted 11 April 2012 - 01:17 PM

Die Aussage kann ich dagegen so nicht unterschreiben. Die Aussage kann man de facto auch umdrehen und von der verblendeten Minderheit sprechen, welche insgeheim hofft, doch die Mehrheit zu sein. (Hier gilt wie zuvor: Dies ist eine völlig wertefreie Aussage. Lediglich ein Punkt, über den es sich meiner Meinung nach nachzudenken lohnt)


Hehehe, naja , da kommen wir in einen Bereich der Kompliziert ist.

Aber lasst es mich so erklären, mit der Verblendeten Masse beziehe ich mich auf 99% der Leute die einen Fernseher haben. (Wobei ich Verblendung für die Wertfreieste Beschreibung halte) Durch den jahrelangen Konsum dieses Mediums wird die Masse der Deutschen unmerkbar langsam manipuliert. Am problematischsten ist es sich selber einzugestehen das man selber ja auch davon betroffen ist. Deshalb halte ich mich sehr kurz und mache es an einer Tatsache fest. Jedes Jahr werden Milliarden Euro für Werbung ausgegeben, Werbung soll nicht nur Informieren sondern auch Manipulieren, (Sonst wäre 90% der Werbung gleich und würde nur aussagen das das Produkt nun erhältlich ist). Sprich wenn die Manipulation nicht bei der Masse funktionieren würde, würde niemand dafür so viel Geld ausgeben. Dank der Werbung und der Spielzeitschriften (Welche von der Werbung der Hersteller leben, also abhängig sind) wurden die Käufer aka Spieler im laufe der Zeit immer mehr auf die Grafik Fokussiert und das Gameplay selber, besonders die Herausforderung der Spiele geriet immer mehr in Vergessenheit.

Das die Spieler die Herausforderungen suchen eine Minderheit sind ist einerseits diesem Umstand zu verdanken, andererseits muss man bedenken das ursprünglich Computerspiele etwas für Nerds und Geeks waren. Und in dieser Gruppe sind halt Überproportional Intelligente Menschen. Aber heute 2012 ist das Computerspiel eine Massenware, und dadurch ist die (Primäre) Zielgruppe halt nicht mehr mit einem IQ 100+ gesegnet. (Ohne jemanden angreifen zu wollen)

Aber davon ab ist deine Aussage teilweise richtig "und von der verblendeten Minderheit sprechen"
Hmm lass es mich so ausdrücken. Auch unter der Minderheit in diesem Kontext werden die meisten auf die Folgende Frage mit der selben Antwort antworten wie die Mehrheit.
"Macht es den Deutschen glücklicher das er im Geschäft alles zu jeder zeit haben kann ?"
Die meisten werden mit ja antworten. Dabei ist aber genau das Gegenteil richtig. Wenn ich jeden Tag Steak haben kann wird es irgendwann Normal.
Kann ich aber nur einmal im Monat Steak haben ist es etwas besonderes und macht mich Tatsächlich glücklich.

Ich tuh mich gerade echt schwer, einerseits ist deine Aussage falsch, andererseits ist es Tatsächlich so das natürlich auch ich (wenn auch in anderem Bezug) verblendet bin.
Da kommen wir in einen Bereich der Kontakt zu philosophischen fragen hat, und damit ist das Forum hier wirklich der Falsche Ort um das Thema abzuhandeln.
Vor allem vermischen sich in dieser Frage Fakten mit Emotionen, und das ist sogar mit Gestik und Mimik während des Gesprächs ein Drahtseilakt wenn man verhindern will das jemand beleidigt werden könnte.

#11 bitComposer_Michael

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Posted 11 April 2012 - 01:34 PM

Wie gesagt, ich stehe dem Ganzen völlig wertefrei gegenüber. Ich wollte es lediglich als Denkanstoss erwähnt haben. Von Verblendung zu reden finde ich dabei insgesamt so oder so ein wenig... anmaßend. Geschmäcker trifft es da eher (was auch die Negativaussage herausnimmt).

Mit der Aussage der überproportionalen Intelligenz wäre ich derweil vorsichtig. Es erfordert hier nicht allzu viel, den Gegenbeweis zu erbringen, wobei ich das hier sicherlich nicht tun würde. Sonst bin ich am Ende noch ein Spielverderber (Ich beziehe mich damit übrigens nicht auf dieses Forum. Nur als Anmerkung, falls sich da irgendwer gerade angegriffen fühlen sollte. Ich sage das als reine Privatperson die (bzw. der) gerne selber so ziemlich jeden Mist auf Erden gespielt hat und der in diverse bekannten Foren auch mal mitmischt und sich deshalb als Privatperson eine solche Aussage durchaus erlauben können sollte.).

Den Rest des Beitrags lasse ich so stehen, nicht weil ich damit übereinstimme, sondern weil ich es mir nicht anmaße über Meinungen und Gedanken zu urteilen :)
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#12 BGratz77

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Posted 11 April 2012 - 02:09 PM

Letztendlich läuft es auf die Frage heraus ob Spiele mit Herausforderungen glücklicher machen oder nicht.
Natürlich kann man sagen das es sich dabei um die Frage handelt ob der Spieler
  • Festgelegte Spiele will in denen er nur ab und an entscheiden darf in welche Richtung sich der Spielverlauf weiterentwickelt. (Also einem Schmalen Pfad folgen darf wobei er nahezu nichts falsch machen kann) Wobei diese Art Spiel als eine Art Weiterentwicklung des Filmes ist. oder wie du weiter oben so schön beschrieben hast. Unterhalten will
  • Freie Spiele will in denen er selber maximale Freiheiten hat aber eben auch scheitern kann. Wobei diese Art des Spiels sozusagen eine Weiterentwicklung der Brettspiele ist.

Das was ich schrieb läuft aber eher darauf hinaus das die Meinung dass das weglassen von Herausforderungen den Spielspaß steigern könne eben nur eine Meinung ist. Und das hat halt meines Erachtens nichts mit einem Geschmack zu tun sondern mit durch Medien verbreitete Verblendung. Damit das lösen einer Herausforderung Glücksgefühle Freisetzen kann bedarf es halt der Herausforderung. (je schwieriger desto größer die Glücksgefühle)

Davon ab muss ich wohl zugestehen das ich emotional etwas befangen bin was den Missbrauch von Lizenzen angeht. Wobei ich BIA da nicht wirklich kritisieren will, im großen und ganzen bin ich mit eurer Arbeit ja zufrieden. (Wobei mir halt noch ein paar Optionen für mehr Herausforderung fehlen)
Mich ärgert es da eher das ein Syndikate was auch zu der Gruppe der Spiele gehört die ich gerne spiele(te). Wo aus einem taktischen Spiel ein 0815 Egoshooter wurde. Und ohne diesen Testzuspielen (was ich auch niemals werde) gehe ich stark davon aus das auch dort jede Herausforderung gestrichen wurde.

Und um zum Thema zurückzukommen. Hier ein paar der spiele die ich gespielt habe
Mass Effekt 1+2+3 = Nahezu unmöglich zu scheitern
Fallout 3 + Vegas = Schwierig zu scheitern
Brigade 7,62 = Schwierig aber nur aufgrund von Bugs
X3 = Tolles Spiel teilweise schön schwierig, nur das Handelssystem ist unbrauchbar, wären die Raumstationen betretbar (Mit einer Figur) dann wäre es das Top Spiel des letzten Jahrzehnts
Der "Projekt Reality" Mod von Battlefield 2 welcher wirklich Spass macht. Besonders weil die Waffen Realistisch sind

Aber zum Schluss noch was interessantes, WOW, komischerweise ist das Flaggschiff Blizzards genau das was hier gefordert wird. Denn um da einen Raidboss umzuhauen bedarf es entweder vieler guter Spieler oder Imba Ausrüstung

#13 Lukio

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Posted 15 April 2012 - 11:37 AM

Aber zum Schluss noch was interessantes, WOW, komischerweise ist das Flaggschiff Blizzards genau das was hier gefordert wird. Denn um da einen Raidboss umzuhauen bedarf es entweder vieler guter Spieler oder Imba Ausrüstung

Ich weiss nicht wann du das letzte mal WoW gespielt hast, aber es ist wirklich sehr simpel geworden, gerade die derzeitige Erweiterung "Cataclysm" ist ein einziges Gähnfest mit 1-Tasten-Chars. Das einzige was manchen noch eine Herausforderung bietet sind die sogenannten Hardmodes in Raids, sprich derselbe Boss aber mit mehr Leben und etwas komplexere Mechanik (immernoch gut machbar wenn man fähige Mitspieler hat).

Etwas Positives für alle gleichgesinnten:
Ich habe mir dieses WE gerade "Legend of Grimrock" geholt und finde es vom Schwierigkeitsgrad genau richtig. Noch sterbe ich oft, aber es wird besser.

Von RAGE zb. war ich sehr enttäuscht. Es war sehr simpel, es wurde einem quasi alles auf dem Servierteller dargereicht was man als nächstes machen musste und die ganze Storyline war ultra-linear, da hatte ja das gute alte Quake mehr Rätsel eingebaut. Vielleicht bin ich zu sehr "Explorer" nach Bartle, ich freue mich halt immer wenn ich mir selber einen Weg suchen muss oder es verschiedene Lösungsansätze für ein Problem gibt. Fallout 3 hat das ja teilweise geboten. Bin natürlich auch ein großer Fan von Sandbox Spielen; dennoch erwarte ich nicht von jedem Spiel diesen hohen Grad an Freiheit.
"Für die ist die Eieruhr abgelaufen" ~ IMP Unknown Soldier.

#14 BGratz77

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Posted 20 April 2012 - 09:41 PM

Ich weiss nicht wann du das letzte mal WoW gespielt hast, aber es ist wirklich sehr simpel geworden, gerade die derzeitige Erweiterung "Cataclysm" ist ein einziges Gähnfest mit 1-Tasten-Chars. Das einzige was manchen noch eine Herausforderung bietet sind die sogenannten Hardmodes in Raids, sprich derselbe Boss aber mit mehr Leben und etwas komplexere Mechanik (immernoch gut machbar wenn man fähige Mitspieler hat).

Etwas Positives für alle gleichgesinnten:
Ich habe mir dieses WE gerade "Legend of Grimrock" geholt und finde es vom Schwierigkeitsgrad genau richtig. Noch sterbe ich oft, aber es wird besser.

Von RAGE zb. war ich sehr enttäuscht. Es war sehr simpel, es wurde einem quasi alles auf dem Servierteller dargereicht was man als nächstes machen musste und die ganze Storyline war ultra-linear, da hatte ja das gute alte Quake mehr Rätsel eingebaut. Vielleicht bin ich zu sehr "Explorer" nach Bartle, ich freue mich halt immer wenn ich mir selber einen Weg suchen muss oder es verschiedene Lösungsansätze für ein Problem gibt. Fallout 3 hat das ja teilweise geboten. Bin natürlich auch ein großer Fan von Sandbox Spielen; dennoch erwarte ich nicht von jedem Spiel diesen hohen Grad an Freiheit.



WOW is ne ganze weile her. (2008)
Ich musste auch feststellen das "Mass Effect 3" in einigen Dingen zu einfach geworden ist
  • Weniger strikte Trennung von Schaden gegen Leben, Panzerung, Schilde
  • Viel zu viel Munition die rumliegt
  • Immer die selbe Taktik "Deckung und Flankieren"

Wobei die höchste Schwierigkeitsstufe zwar schon schwer war, aber nicht "ansprechend schwer" sonder "Zäh schwer" einfach weil die Gegner zu viel einstecken können.
Mit dem Frontkämpfer hat es aber trotzdem sehr viel spass gemacht auf der zweit höchsten Schwierigkeitsstufe, endlich war das Anstürmen mal so richtig genial gelöst. Gegneransammlungen für die man als Soldat 2-5 Minuten braucht konnte man so meistens in 20 Sekunden auslöschen. Nur Techniker mit ihren Mg Stellungen sind da fies, die MG´s töten einen nämlich wenn man in deren Schussbereich hinein stürmt.

aber davon ab rate ich jedem "Mass Effect 3" zu meiden bis das Ende besser geworden ist, ich gehe davon aus das es einen noch unangekündigten DLC geben wird der das Ende verändert, und damit meine ich nicht den Angekündigten der das aktuelle ende besser erklären soll. Ich gehe davon aus das das aktuelle ende nicht das richtige Ende ist.

#15 Van Zel

Van Zel

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Posted 25 April 2012 - 01:41 PM

lukio kennst du die baldur gate spiele ? jagged alliance und bg waren schon immer meine beiden absoluten lieblings games , es ist genau wie jagged alliance sehr herausfordern auf den hohen schwierigkeitsgradn ( hat auch isometrische perspektive, tolle atmosphäre etc).

das spiel wird seit 10 jahren weiterhin durch mods verbessert. wenn du dir die bigworldproject version draufmachst hast du ein spielerlebnis von wirklich epischem ausmaß. bin seit ca 6 monaten am zocken und noch nichmal bei der hälfte

#16 Lukio

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Posted 04 May 2012 - 09:54 AM

lukio kennst du die baldur gate spiele ? jagged alliance und bg waren schon immer meine beiden absoluten lieblings games , es ist genau wie jagged alliance sehr herausfordern auf den hohen schwierigkeitsgradn ( hat auch isometrische perspektive, tolle atmosphäre etc).

das spiel wird seit 10 jahren weiterhin durch mods verbessert. wenn du dir die bigworldproject version draufmachst hast du ein spielerlebnis von wirklich epischem ausmaß. bin seit ca 6 monaten am zocken und noch nichmal bei der hälfte


Ja klar kenne ich BG und habs ewigs viel gespielt. Leider habe ich die CDs nicht mehr. Habe auch schonmal überlegt es mir auf Good Old Games neu zu holen, aber mir fehlt derzeit die Zeit mich auf das Spiel einzulassen. Das mit dem Bigworldproject klingt echt interessant, danke für den Tipp. Baldurs Gate ist definitiv auch ein Spiel das einem Fehler nicht schnell verzeiht und auch einem wirklich viel Freiheit gab.
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#17 Disposable

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Posted 10 May 2012 - 06:49 PM

Ja klar kenne ich BG und habs ewigs viel gespielt. Leider habe ich die CDs nicht mehr. Habe auch schonmal überlegt es mir auf Good Old Games neu zu holen, aber mir fehlt derzeit die Zeit mich auf das Spiel einzulassen. Das mit dem Bigworldproject klingt echt interessant, danke für den Tipp. Baldurs Gate ist definitiv auch ein Spiel das einem Fehler nicht schnell verzeiht und auch einem wirklich viel Freiheit gab.


BG wird im Sommer auf iOS (iPhone, iPad) rereleased.

#18 Lukio

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Posted 10 October 2012 - 08:37 PM

FTL, Grimlock & XCom:UE ich fühle mich bedient mit Spielen die einen fast sadistischen Schwierigkeitsgrad haben :)
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